Das Thema des Alterns ist in den letzten Jahren sowohl in Deutschland als auch in Südkorea immer mehr in das Zentrum der politischen und öffentlichen Diskussion gerückt, nachdem es über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt oder vielleicht sogar verdrängt worden war. Nicht nur beim Lesen in der Zeitung oder im Internet oder beim Fernsehen, sondern auch bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten meine ich persönlich bemerkt zu haben, dass das Thema des Alterns die Menschen seit einiger Zeit in einer mehr als nur oberflächlichen Weise beschäftigt – in Deutschland wie in Südkorea.
Der sogenannte demographische Wandel ist in aller Munde, und viele Deutsche und Südkoreaner fragen sich, ob unsere Gesellschaften weiterhin so funktionieren können wie bisher, wenn nach den aktuellen Prognosen beispielsweise in Deutschland im Jahre 2050 jeder Dritte über 65 Jahre alt sein wird und noch wesentlich früher die über 50jährigen zahlenmäßig die absolute Mehrheit stellen werden Solche Prognosen können auch Zukunftsängste hervorrufen, und nicht wenige Menschen teilten mir in Gesprächen mit, dass sie hinsichtlich ihrer Absicherung im Alter besorgt wären.
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