„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
(Albert Einstein)
Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) hat durch den Kollaps der Finanzmärkte und seine Folgen inzwischen ungeahnte Aktualität hinzugewonnen. Mehr als 50 000 Bürger/innen haben die von Susanne Wiest initiierte Petition an den Deutschen Bundestag elektronisch gezeichnet.
In erster Linie unterstützt das BGE einen umfassenden Wandel der Gesellschaft. Bei dieser philosophischen Idee geht es um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und damit letztlich um die Würde des Menschen in einer Gesellschaft, in der die Symbiose aus Kapitalismus und Demokratie nicht mehr zum Wohle aller Bürger/innen zu funktionieren scheint. Vor allem die Einführung von „Hartz IV“ veranlasste viele Menschen zum Nachdenken über die Menschenwürde und die Zukunft des Sozialstaates.
Heute zwingen wir Menschen, Arbeiten aufzunehmen, von denen sie nicht leben können. Außerdem wird immer weniger bezahlbare Arbeit am Markt angeboten. Wirtschaftswachstum kann den kontinuierlichen Anstieg der Arbeitslosenquote nicht mehr stoppen. Mit einer Sockel-Arbeitslosigkeit von 3 Millionen Menschen bei Hochkonjunktur sind wir heute von einer Vollbeschäftigung weit entfernt. Insofern ist der politische Anspruch von Hartz IV völlig widersinnig.
Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) hat festgestellt, dass das teure deutsche Sozialsystem EU-weit nur Mittelmaß ist. Im Leistungsvergleich belegt es nur Rang 12. Von den jährlichen hohen Ausgaben kommt nur ein Bruchteil bei den Empfängern an. Armut kann so nicht wirksam bekämpft werden.
Das BGE ist ein menschenwürdiges Instrument zur Existenzsicherung und befreit uns von staatlicher Abhängigkeit und Bittstellerei. Es gibt uns die Freiheit, eigenverantwortlich zu handeln.
Nur wer frei ist, das zu tun, was seinen besonderen Neigungen und Fähigkeiten entspricht, kann auch aus eigener Kraft sein maximales Potenzial entfalten, sich in idealer Weise in die Gesellschaft integrieren und einbringen. Das erhöht die Wertschätzung füreinander. Viele gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten, die momentan ehrenamtlich erbracht werden, können durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen zu bezahlbaren Mehrwertleistungen werden.
Dieser Artikel beschreibt das Bedingungslose Grundeinkommen anhand des Exner-Modells und vergleicht es mit den Ideen von Götz Werner und Dieter Althaus.
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